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Permakultur - Was ist das?

Permakultur ist nicht etwas, das angebaut wird, wie zum Beispiel eine Pilzkultur, es ist vielmehr eine Bewegung, die zukunftsfähige, ökonomisch und ökologisch stabile Systeme schafft, in denen Menschen, Tiere und Pflanzen sich gegenseitig unterstützen, bereichern und fördern.

Durch Permakultur wird Kulturlandschaft so gestaltet, dass sie vielseitig nutzbar und ertragreich ist und einer Vielzahl von Lebewesen wertvollen Lebensraum bietet. Dies Prinzip ließe sich grundsätzlich für viele Bereiche des Lebens anwenden: neben Landwirtschaft und Gartenbau, etwa auch in der Stadtplanung, in der Unternehmensentwicklung oder in der Produktionsplanung.

 Toby Hemenway, der Autor des Permakultur-Standardwerkes „Gaia‘s Garden“ bemerkt: „Permakultur ist ein Gestaltungskonzept, um nachhaltige Landschaften, Gärten und Siedlungen nach dem Vorbild natürlicher Muster und Kreisläufe zu schaffen.“

Drei ethische Prinzipien sollten dabei die Grundlage allen Handelns sein: „Trage Sorge für die Erde (Care for the earth)“; „Trage Sorge für die Menschen (Care for the people)“ und „Teile fair und setze Grenzen für Konsum (Fair share)“.

Gerade in unserer Zeit, in der es mehr denn je um den achtsamen und nachhaltigen Einsatz von Ressourcen geht, es aber darüber hinaus auch eine Sehnsucht nach einem menschlichen Miteinander gibt, ist das in meinen Augen der einzig sinnvolle Ansatz - zumal wir ja auch schon in der Vergangenheit nach diesen Grundsätzen gearbeitet und gelebt haben. Für die nachhaltige Verwendung von Ressourcen gibt es übrigens fünf Begriffe, die uns über die Jahre zum Mantra geworden sind:

 

Refusing:    Widerstehe allen überflüssigen Konsumgütern.
Reducing:    Reduziere Energie, Material und Müll.
Reusing:      Gebrauche Dinge mehrmals.
Repairing:    Repariere Gegenstände.
Recycling:    versuche auf den ersten Blick wertlos gewordene Produkte

                     aufzuwerten und ihnen eine neue Funktion zuzuweisen

Permakultur bei den Ackerperlen

Was ändert sich nun in unserer Gärtnerei? Ein Grundsatz der Permakultur lautet, die Strukturen, Muster und Formen in der Natur zu erkennen, zu verstehen und bei der Planung mit zu berücksichtigen. Wie bei allem im Leben, geht es auch hier um Balance. Zu trockene, zu feuchte, zu windige, zu schattige oder zu sonnige Bereiche werden unsere Pflanzen nicht mit genug Nährstoffen versorgen und unser Ertrag fällt nicht so optimal aus, wie er es könnte. Dem wollen wir entgegen wirken, indem wir unsere Fläche umstrukturieren und Einfluss nehmen: durch Sonnenfallen, Windbremsen, durch die Lenkung und Speicherung von Wasser. So lassen sich Kleinklimazonen schaffen, die das Wachstum unserer Pflanzen unterstützen.

Ebenso können Pflanzen durch die richtigen und passenden Nachbarn unterstützt werden - so wie Mais, Kürbis und Bohne, die wohl bekannteste Pflanzenfamilie: Der Mais ist mit seinem Stengel die Rankhilfe für die Bohne; der Kürbis hält mit seinen Blättern den Boden feucht und die Bohne versorgt alle mit genügend Stickstoff - einfach perfekt :) Solche wunderbaren Familien gibt es zu Hauf, du wirst sie zukünftig bei uns in der Gärtnerei entdecken können.

Abgesehen davon, dass solche Mischkulturen resistenter gegen Krankheit und Schädlingsbefall sind, verbessern sie auch langfristig den Boden und regulieren den Wasserhaushalt, so dass sich der Boden laufend regeneriert und auch für die nächsten Generationen fruchtbar bleibt. Das ist doch alles in allem eine runde Sache - und darum geht's ja auch in der Permakultur, um Kreisläufe :)